Reisetipp: COSTA DE LA LUZ
- 19. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
SHERRY, DÜNEN UND WEISSE DÖRFER
Tapas und Sherry, Flamenco und weiße Dörfer, lange Strände und wilder Atlantik: Die Costa de la Luz ist Andalusien pur – ursprünglich, genussvoll und angenehm unaufgeregt.

Die Costa de la Luz ist das andere Andalusien: Statt Glamour und mondäner Yachthäfen gibt es hier Atlantik, Wind und dieses besondere Licht, das der Küste ihren Namen verleiht. Von der portugiesischen Grenze bei Huelva bis zur südlichsten Spitze Spaniens bei Tarifa reihen sich kilometerlange Sandstrände und Surf-Spots, historische Städte und weiße Dörfer, Pinienwälder und Salzlagunen aneinander.

Seit der Antike ist die Region ein Tor zur Welt: Phönizier und Römer nutzten sie als Handelsplatz, im Mittelalter prägten die Mauren Architektur und Landwirtschaft, später brachen von hier Schiffe Richtung Neue Welt auf. Salz, Thunfisch und Sherry brachten Wohlstand – und bis heute spürt man diesen maritimen Stolz. Im Vergleich zu Andalusiens Mittelmeer-Küste zeigt sich die Costa de la Luz rauer, weiter und ursprünglicher – und genau das macht sie so besonders.
Essen & Restaurants: Der Atún rojo (Thunfisch) gilt als Delikatesse und wird nach alter Almadraba-Tradition nachhaltig gefangen. Außerdem: Tortillitas de camarones (Krabbenpuffer), pescaíto frito (frittierer Fisch) und Papas aliñás (Kartoffelsalat). Tipp: El Muro, Vejer oder Casa Bigote, Sanlúcar
Sherry & Bodegas: Im „Sherry-Dreieck“ zwischen Jerez, Sanlúcar und El Puerto reifen Fino, Manzanilla und Oloroso in traditionsreichen Bodegas (Weinkellereien). Eine Führung mit Verkostung erklärt, warum Sherry hier mehr Kulturgut als Getränk ist. Tipp: Bodegas Fundador oder González Byass
Strände: Feiner Sand trifft rauen Atlantik: Manche Abschnitte sind naturbelassen, mit Dünen und Pinien im Hintergrund, andere sind perfekte Surf- und Kite-Spots mit konstantem Wind. Oft gibt es Chiringuitos (Bars) direkt im Sand. Tipp: Playa de Bolonia oder Zahara de los Atunes
Sehenswerte Orte
• Cádiz. Eine der ältesten Städte Europas (1.100 v. Chr. gegründet) und fast vollständig vom Meer umgeben. Zwischen charmanten Gassen sehenswert: die goldene Kuppel der Kathedrale, der barocke Torre Tavira mit Camera Obscura, der Mercado Central und Stadtstrände wie La Caleta.
• Jerez de la Frontera. Die Stadt ist als Heimat des Sherrys bekannt für seine Bodegas, die Pferdezucht und die Königlich-Andalusische Reitschule. In traditionellen Tabancos (rustikalen Weinbars) wird Sherry direkt aus dem Fass ausgeschenkt. Tipp: Tabanco El Pasaje.
• Tarifa. Am südlichsten Punkt des europäischen Festlands treffen sich Mittelmeer und Atlantik. Der Ort ist ein Mekka fürKitesurfer, nur 14 Kilometer von Afrika entfernt. Hier ist alles in Bewegung: Wellen, Wind, Surfer, Fähren – das macht Tarifa rau und zugleich cool.
• Doñana National Park. Im riesigen Schutzgebiet mit Dünen und Lagunen rasten über 300 Vogelarten, darunter Flamingos, auf ihren Zugrouten. Auch der seltene Iberische Luchs lebt hier. Teile des UNESCO-Weltnaturerbes sind nur mit Guide zugänglich.
• Baelo Claudia & Düne von Bolonia. Römische Ruinen direkt am Atlantik – mit Forum, Tempelresten und kleinem, aber gut erhaltenem Theater. Die Siedlung war einst ein bedeutendes Zentrum für die Produktion der Garum-Würzsoße aus fermentierten Fisch – sozusagen das „Maggi” der Antike. Gleich daneben erhebt sich die imposante Wanderdüne von Bolonia.

Zur Verfügung gestellt von: Reisebloggerin: Bettina Alber




