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DDr. Iris Pircher

Wein ein Foto mehr sagt, als erlaubt ist

Das Smartphone ist längst zum ständigen Begleiter geworden. Ein Schnappschuss hier, ein Video dort, dann noch alles schnell hochladen und schon sind

Momente im Netz verewigt. Doch was für viele bloßes Teilen von Alltagsszenen ist, kann rechtlich heikel werden. Denn das italienische Datenschutzrecht schützt nicht nur Daten im engeren Sinn, sondern vor allem die Würde und Privatsphäre jedes Menschen. Wer andere Personen fotografiert oder filmt, benötigt grundsätzlich deren Einwilligung, besonders wenn das Bild verbreitet wird, sei es auf sozialen Medien, in WhatsApp-Gruppen oder im beruflichen Kontext.

Besondere Aufnahmen, etwa im Krankenhaus, in der Schule oder bei Einsätzen von Rettungskräften, können sensible Daten offenlegen und damit schwere

Rechtsverletzungen darstellen. Bei öffentlichen Events darf man Fotos von anderen Personen machen, heikel ist aber deren Veröffentlichung und vor allem die Nutzung derselben für kommerzielle Zwecke. Auch Kinderfotos sind heikel: Eltern dürfen zwar Aufnahmen ihrer eigenen Kinder veröffentlichen, doch sobald fremde Minderjährige im Bild sind, ist Vorsicht geboten. Schulen und Vereine verlangen deshalb eigene Einverständniserklärungen beider Eltern, um rechtliche Grauzonen zu vermeiden.Datenschutz ist vor allem ein Schutzraum für unsere persönliche Freiheit. Ein einziges Foto kann intime Informationen preisgeben und ein unbedachter Klick kann rechtliche Folgen nach sich ziehen.

Also: bewusster hinsehen, bevor man auf den Auslöser drückt.

DR. CARSTEN WEBER-ISELE

Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie Gerontopsychiatrie

www.pazeider-medical-center.com

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