BRETAGNE
- 22. Juni
- 2 Min. Lesezeit

GRANITKÜSTEN, GALETTES UND KELTISCHE SEELE
Zwischen Leuchttürmen, Wind, Granit und Gezeiten verbindet die Bretagne französische Lebensart mit keltischer Eigenwilligkeit – wild, poetisch und wunderbar ungekünstelt.

Die Bretagne ist Frankreichs wilder Westen: rau, windzerzaust und voller Geschichten. Zwischen Atlantik, Leuchttürmen und rosa Granit zeigt sich eine Region, die sich nie ganz zähmen ließ. Kelten, Fischer, Seefahrer und Legenden prägen bis heute ihre Identität. In mittelalterlichen Orten wie Dinan oder Rochefort-en-Terre säumen Fachwerkhäuser enge Gassen mit Kopfsteinpflaster, während an der Küste die Gezeiten ganze Landschaften verändern.

Mal wirkt die Bretagne herb und melancholisch, mal überraschend sanft, mit türkisfarbenen Buchten, weißen Sandstränden und Hortensien vor grauen Steinhäusern. Dazu kommen Crêpes, Austern, Cidre und gesalzene Butter – sehr viel gesalzene Butter. Die Bretagne ist keine Region für Eilige, sondern für Menschen, die Wind mögen, gutes Essen lieben und sich von Landschaft und Meer inspirieren lassen..
Essen & Restaurants:Typisch für die bretonische Küche: Galettes aus Buchweizen, süße Crêpes, Austern aus Cancale, Muscheln, Hummer, Fischsuppe und Kouign-amann, ein butterreicher Kuchen. Zu fast allem trinkt man Cidre aus kleinen Keramikschalen. Tipp: Breizh Café, Saint-Malo oder La Table de La Butte
Kultur & Keltisches Erbe: Die Bretagne gilt als eine der letzten keltischen Regionen Europas. Alte Sagen rund um König Artus, geheimnisvolle Menhire, traditionelle Musik und die bretonische Sprache prägen bis heute das Selbstverständnis der Region. Tipp: Menhire von Carnac oder Wald von Brocéliande
Küste & Strände: Schroffe Klippen, rosa Granitfelsen, lange Sandstrände und wilde Heidelandschaften prägen das Bild. Die Küste verändert sich mit Ebbe und Flut ständig und wirkt jeden Tag ein wenig anders – oft sogar innerhalb weniger Stunden. Tipp: Côte de Granit Rose oder Plage de l’Île Vierge
Sehenswerte Ortek.
• Côte de Granit Rose. Zwischen Perros-Guirec und Ploumanac’h leuchten bizarre Felsformationen in Rosa, Orange und Grau. Der Küstenweg Sentier des Douaniers zählt zu den schönsten Küstenwanderwegen Frankreichs und verbindet Leuchttürme, Buchten und spektakuläre Granitlandschaften.
• Carnac. Die Steinreihen von Carnac zählen zu den bedeutendsten prähistorischen Monumenten Europas. Tausende Menhire stehen hier seit über 6.000 Jahren in langen Reihen – rätselhaft, beeindruckend und bis heute nicht vollständig erklärt.
• Pointe du Raz. Am westlichen Ende der Bretagne trifft der Atlantik mit voller Wucht auf schroffe Klippen. Die Ausblicke auf das Meer, die Insel Sein und den Leuchtturm La Vieille sind spektakulär – besonders bei Wind, wenn die Gischt meterhoch über die Felsen spritzt.
• Quimper. Die Hauptstadt des Finistère gilt als eine der schönsten Städte der Bretagne. Fachwerkhäuser, kleine Brücken, die gotische Kathedrale Saint-Corentin und zahlreiche Keramikgeschäfte prägen das Bild. Besonders charmant ist ein Spaziergang entlang der Odet.
• Saint-Malo. Die von mächtigen Mauern umgebene Korsarenstadt liegt direkt am Meer und wirkt bei Flut besonders eindrucksvoll. Beim Spaziergang auf der Stadtmauer blickt man auf Strände, Inseln und alte Festungen. In den Gassen warten Crêperien, Boutiquen und viel Seefahrerromanti

Zur Verfügung gestellt von: Reisebloggerin: Bettina Alber




