Reisetipp: Kotor

ZWISCHEN ALTSTADT, BUCHT UND BERGWELT
Bei Kotor zieht sich die Adria weit zwischen die Berge Montenegros und formt eine spektakuläre Bucht. Die einzigartige Natur- und Kulturlandschaft rund um Kotor und Perast gehört zum UNESCO-Welterbe.

Kotor liegt dort, wo Montenegro besonders dramatisch wird: zwischen steilen Bergen und dem tiefblauen Wasser der Bucht von Kotor. Hinter mächtigen Stadtmauern versteckt sich eine mittelalterliche Altstadt mit engen Gassen, kleinen Plätzen, romanischen Kirchen und venezianischen Palästen. Über der Stadt ziehen sich die alten Befestigungsanlagen in Serpentinen den Berg hinauf.

Rund 1.400 Stufen führen bis zur Festung San Giovanni. Unten sitzen Katzen auf warmen Steinstufen, in den Konobas duftet es nach gegrilltem Fisch und ringsum ragen die Berge fast senkrecht aus dem Wasser. Im Sommer bringen Kreuzfahrtschiffe viel Trubel in die kleinen Gassen, doch am frühen Morgen und am Abend kehrt Ruhe ein. Dann zeigt Kotor seinen besonderen Charme: mediterran, mittelalterlich und mit einer Landschaft, die beinahe unwirklich schön erscheint.
Essen & Restaurants: Die Küche der Bucht verbindet mediterrane und montenegrinische Einflüsse: gegrillter Fisch, schwarzer Risotto, Muscheln in Buzara-Sauce und Oktopus treffen auf Njeguški pršut, Käse und herzhafte Fleischgerichte aus dem Hinterland. Tipp: Konoba Scala Santa oder Galion
Bucht & Bootstouren: Vom Wasser aus ist die fast 30 Kilometer lange Bucht von Kotor, die oft als südlichster Fjord Europas bezeichnet wird, besonders eindrucksvoll. Beliebte Ziele sind Perast, die Kircheninseln, die Blaue Grotte oder die offene Adria. Tipp: Perast oder Gospa od Škrpjela
Altstadt & Lifestyle: Hinter den Stadtmauern ist Kotor ein Labyrinth aus Kopfsteinpflaster, Treppen, versteckten Innenhöfen und kleinen Plätzen. Dazwischen liegen Cafés, Weinbars, Boutiquen und erstaunlich viele Katzen, die heimlichen Stars der Stadt. Tipp: Trg od Oružja oder Pjaca od Salate
Sehenswerte Ortek.
• Altstadt von Kotor. Durch das Meerestor gelangt man auf den Waffenplatz, das historische Zentrum der Stadt. Rund um den Uhrturm erinnern prächtige Fassaden und kleine Plätze an die jahrhundertelange venezianische Herrschaft. Besonders schön ist die autofreie Altstadt am frühen Abend.
• Festung San Giovanni. Hoch über Kotor liegt die Festung Sveti Ivan, auch San Giovanni genannt. Rund 1.400 Stufen führen entlang der historischen Befestigungsmauern bergauf. Der Aufstieg ist schweißtreibend, aber der Blick auf die Bucht und die umliegenden Berge ist spektakulär.
• Kathedrale St. Tryphon. Die romanische Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert zählt zu Kotors wichtigsten Wahrzeichen. Hinter der Fassade mit ihren markanten Glockentürmen beherbergt sie eine wertvolle Kunstsammlung mit Fresken, byzantinischen Ikonen und gotischen Tafelbildern.
• Perast. Rund zwölf Kilometer von Kotor entfernt liegt das einstige Seefahrerstädtchen mit venezianischen Palästen und zahlreichen Kirchen direkt am Wasser. Kleine Boote bringen Besucher zur künstlich angelegten Insel Gospa od Škrpjela mit ihrer berühmten Wallfahrtskirche.
• Kotor–Lovćen-Seilbahn. In elf Minuten fährt die Gondel vom Meer hinauf auf 1.348 Meter Höhe. Unterwegs öffnet sich ein fantastischer Blick über die gesamte Bucht. Oben warten beeindruckende Berglandschaften, Wanderwege und der Lovćen-Nationalpark.

Zur Verfügung gestellt von: Reisebloggerin: Bettina Alber



